In Taiwans Natur findet man
viele ausgesetzte Hunde und so führte für eines unserer
Mitglieder ein Spaziergang im Grünen zu einer Begegnung mit einer
lahmenden Hündin, die schwach an einem Flussufer entlang ging. Die
Hündin hatte das meiste von ihrem Fell verloren und man konnte
kaum erkennen, dass es einmal ein brauner gewesen Hund war. Sie war so
krank und schwach, dass sich unser Mitglied unbemerkt nähern
konnte. Doch plötzlich brach eine andere braune Hündin, die
viel gesünder aussah, aus dem nahen Unterholz hervor und bellte
unser Mitglied an und positionierte sich zwischen das kranke Tier und
den Menschen. Die Hündin versuchte offensichtlich, den anderen
Hund zu beschützen! Als jedoch unser Mitglied etwas Nahrung anbot
und sanft auf die Tiere einredete, merkte auch der „Schutzengel“, dass
ihnen keine Gefahr drohte und beide ließen sich füttern.
Später kam unser Mitglied
mit zwei Longen zurück und nahm die Hunde mit. Als sie die Hunde
gerade in ihren Wagen auf dem Parkplatz bringen wollte, gab es jedoch
eine Überraschung. Ein paar Kinder spielten dort und ein Junge,
vielleicht fünf oder sechs Jahre alt sagte, die zwei seien seine
Hunde und sein Papa habe ihm gesagt, sie seinen weggelaufen. Bald kam
auch der erwähnte Vater dazu, doch egal wie sehr der Kleine
flehte, die Hunde behalten zu können, der Vater sagte, das seinen
nie ihre Hunde gewesen und forderte unser Mitglied barsch auf, die
Gegend zu verlassen und den Jungen nicht mehr „zu belästigen“.
Coco und Flower schienen den kleinen Jungen zu kennen und wollten mit
ihm spielen, hatten jedoch offenkundige Angst vor dem Vater.
Offensichtlich konnten die vermutlich weggejagten Tiere hier nicht
bleiben und unser Mitglied verlud sie in den Wagen und fuhr mit ihnen
davon.
Coco und Flower
sind jetzt völlig kuriert und gesund und suchen ein liebendes
Zuhause, in dem sie sich sicher und willkommen fühlen können.