Roma wurde das erste Mal von einem unserer Mitglieder auf
einem öffentlichen Platz gesehen wo er, ein dünner schwarzer
Hund, den ganzen Tag gesessen hat und verstörtes Verhalten zeigte.
Niemand in der Nähe schien irgendetwas über ihn zu wissen,
aber es wurde aus seinem Verhalten schnell klar, dass er erst
kürzlich ausgesetzt worden war. Er war zu dünn, um gesund zu
sein. Da wir allerdings schon voll mit Pflegehunden waren, haben wir
uns nicht gleich um ihn gekümmert. Jeden Tag kam unser Mitglied an
dem Platz vorbei und immer saß dort der sehr traurig wirkende
Hund. Manchmal aß er an irgendwelchem Müll auf der
Straße herum.
Nach fast einer Woche hat unser Mitglied schließlich in einem
Restaurant am Platz Mittag gegessen und sah sich schon
gewohnheitsmäßig nach dem Hund um. Aber er war nirgends zu
sehen! In der Nähe war jedoch eine Gruppe von etwa zwanzig
aufgeregten Schulkindern zu sehen, die irgendetwas in Bodenhöhe in
ihrer Nähe herumzuschubsen schienen! Mit ungutem Gefühl
näherte sich unser Mitglied der Szene und noch bevor er sehen
konnte, was da vor sich ging, brach ein kleiner schwarzer Hund aus der
Kindergruppe aus und lief direkt auf die Straße zu. Die Kinder
verfolgten den Hund lauthals und bewarfen das flüchtende Tier mit
Flaschen und Steinen, wähend der Hund sich der vielbefahrenen
Autostraße näherte. Unser Mitglied konnte so schnell gar
nicht eingreifen, da war das Tier schon auf der Fahrbahn und wurde von
einem vorbeikommenden Moped angefahren. Der Hund schrie vor Schmerz auf
und lang dann still auf der Fahrbahn mit einem verdrehten Vorderbein.
Die Kinder sammelten sich um ihn herum und manche machten Scherze
über ihr Opfer, wähend andere sich zusehens unwohl
fühlten, als sie das Resultat ihrer Verfolgungsjagd sahen. Unser
Miglied konnte endlich eingreifen, machte den Kindern heftige
Vorwürfe und kümmerte sich um den verletzten Hund. Die
Kinderschar löste sich jetzt schnell auf, doch ein Kind
erzählte, der Habe von ihnen vom Fressen angebettelt, weil sie
etwas gegessen hätten. Eltern erziehen hier ihre Kinder in dem
Sinne, dass Straßenhunde Schädlinge sind, und so kann man
kein Mitleid beim Umgang der Kinder mit Hunden erwarten.
Wir brachten den Hund, den wir später Roma nannten, zu einem
Tierarzt und es wurde festgestellt, dass sein verletztes Bein gut
behandelt werden konnte. Sein Bein heilte gut ab, aber als er schon
gesundet schien, bekam er plötzlich eine schwere innere
Entzündung, die sich als sehr gefährlich erwies und sogar
eine Bluttransfusion erforderlich machte. Die Entzündung war
scheinbar ohne Zusammenhang mit dem Unfall und Resultat des harten
Lebens als Straßenhund.
Roma hat sich jetzt völlig erholt und sieht mit seinem jetzt
glänzenden schwarzem Fell wunderschön aus. Er ist bei Fremden
vorsichtig, wird aber später ein freundliches und lebensfrohes
Verhalten zeigen, wenn er erst einmal gemerkt hat, dass man ihn gut
behandelt. Bitte geben Sie Roma ein neues Zuhause, in dem er sich
sicher und geborgen fühlen kann, anstatt wie vorher nur wegen
Hungers fast getötet worden zu sein.
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